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Foto von Spiel Regenbogenbrücke

Regenbogenbrücke: Wenn Haustiere von uns gehen

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt, ist es vor allem für Kinder ein einschneidendes Erlebnis. Kein Spiel der Welt kann die Trauer lindern. Trotzdem haben wir mit dem Spiel Regenbogenbrücke versucht, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Jeder zweite deutsche Haushalt hat ein Haustier. Das beliebteste Haustier ist die Katze. Danach schenken wir unsere Liebe den Hunden, Kleintieren wie Hamster und Ziervögel. Ganz ähnlich ist es auch in Österreich.

Als der Hund unserer Familie verstarb, war ich im Ausland und ich konnte nicht Abschied nehmen. Erst einen Monat später war ich wieder zu Hause und habe realisiert, dass das lebendige Bündel fehlt. Seitdem ich acht Jahre war, hat mich die Fellnase im Leben begleitet. Rest in Peace Moritz.

Über den Tod gibt es viele Bücher

Jetzt als Elternteil muss man sich auch zwangsweise mit dem Tod von Haustieren beschäftigen. Auch wenn es nur der Hamster von der Freundin ist, hinterlässt es doch ein paar Spuren bei meinen Kindern. Das Thema Tod an sich ist sehr komplex und da helfen vor allem Bücher, um es etwas greifbarer zu machen.

Bei Haustieren spricht man oft von der Regenbogenbrücke und das hat sich Spieleautor Christopher Garbe etwas näher angesehen. Man findet dazu viele Ratgeber und Bücher aber kaum Spiele.

Ein Spiel über den Tod eines Haustieres

Bei meinen Recherchen stoße ich auf kostenpflichtige Inhalte wie „Doggone Grief Game“, „Remembering Sparky“ oder „Grief Town“. Die letzten zwei Titel sind auch Print and Play Spiele. ChatGPT will mir weiß machen, dass es auch kostenlose Inhalte gibt aber diese entpuppen sich als Partyspiele oder nehmen das Thema falsch auf. Ich finde keine kostenlosen und deutschsprachigen Spiele zum Ausdrucken rund um das Thema Verlust eines Haustieres.

Es gibt durchaus Spiele, die den Tod thematisieren. Mir fällt zum Beispiel „Holding On: Das bewegte Leben des Bill“ ein. Aber eben nicht über Haustiere und auch nicht für Kinder. Regenbogenbrücke dürfte vielleicht nicht das erste Spiel sein aber sicherlich einer der wenigen, das sich mit dem Tod eines Haustieres beschäftigt.

Spiele machen Spaß und bekannterweise passt das nicht mit Trauer zusammen. Spiele können aber viel mehr als nur Freude bereiten. Sie lassen uns näher zusammenrücken, das Gegenüber kennenlernen oder unsere Handlungen reflektieren. In Regenbogenbrücke spielen wir gemeinsam. Das „Wir“ bringt das verstorbene Haustier über die Regenbogenbrücke ins Ziel. „Wir“ sagen Tschüß und Lebewohl.

Erstes Papierspiel mit Aquarell

Für die Grafik haben wir Illustratorin Christina Fanselow gewinnen können. Sie hat uns dankeswerterweise Aquarellmotive zur Verfügung gestellt. Christopher und ich sind sehr begeistert, weil ihre Illustrationen wunderschön zum Spiel passen. Es ist nicht nur das erste Papierspiel mit einem etwas ernsteren Thema, sondern auch das erste mit Aquarellzeichnungen.

Christina zeigt unter @vernart_ auf Instagram ihre Werke und es wird bestimmt nicht das letzte Spiel, das uns die begeisterte Aquarellmalerin zeichnen wird. Christopher und ich haben ein weiteres Spiel in Planung. Seid gespannt!